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Gedanken einer Doktorandin

Labor-Geschichten: Die Temperatur steigt…

Meine Temperaturmessungen (mit den verschwundenen Sensoren ;) ) in unserer Plasmakammer gehen voran.

Ich bin dazu übergegangen, alle sechs Sensoren durchzuiterieren, d.h. Kammer belüften, aufschrauben, die Sensoren abmachen und an einem anderen Ort wieder ankleben, Kammer zuschrauben (vorsichtig, um die Kabel der Sensoren nicht einzuklemmen), Abpumpen, Lecktesten. Das alles dauert etwas 40 Minuten, was schnell ist. Früher, als ich mit dem ganzen Zeug noch nicht so viel Übung hatte, hätte ich gut doppelt so lange gebraucht. Alleine der O-Ring (Gummiring zur Dichtung) im Deckel der Kammer hat mich früher schier in den Wahnsinn getrieben, weil er immer runtergefallen ist, wenn ich den Deckel auflegen wollte. Nun ja, Übung macht den Meister.

Die Ergebnisse meiner Messung hängen sehr davon ab, wie gut die Sensoren befestigt sind. Daher die vielen Messungen, am Tag einen Durchgang seit mehreren Wochen, so ist die Statistik wenigstens vernünftig. Ich hätte aber ehrlich gesagt nicht gedacht, dass diese Messungen so lange dauern, da braucht man schon einiges an Geduld für.

Die Auswertung mache ich allerdings erst später, wenn alle Messungen fertig sind. Gerade bin ich noch mit der Überarbeitung meines Artikels beschäftigt.

13. Februar 2008 Verfasst von Dejah | Dissertation, Labor-Geschichten | , , | 1 Kommentar

1 Hz! Come on!

Die PhD-Comics haben mal wieder einen genialen Comic-Strip publiziert:

Ich betreue nebenbei auch den Praktikumsversuch, den wir für die Studenten der benachbarten Universität anbieten, mit. Manchmal fragt man sich bei der Lektüre der Ausarbeitungen zum Versuch da wirklich, ob die Leute überhaupt nachdenken, was sie so zusammenschreiben. Letztens haben welche die Debye-Länge (dieEntfernung, in der elektrische Felder in einem Plasma abgeschirmt werden) als eine Entfernung ausgerechnet, die von der Größenordnung des Abstands des Mondes zur Erde war.
Die Elektroden in unserer Plasmakammer haben einen Abstand von 3 cm. Dass dann die Abschirmung völlig unwichtig wäre, wenn sie wirklich so groß wäre wie errechnet, scheint den Stundenten nicht aufgefallen zu sein. Manchmal sollten die wirklich einfach ein bisschen ihren Kopf einschalten und nicht einfach alles abschreiben, was ihr Taschenrechnet ausspuckt.

13. Februar 2008 Verfasst von Dejah | Humor, Lehre, Universtität | , , , , | 1 Kommentar