DissBlog

Gedanken einer Doktorandin

Schon wieder unterwegs und trotzdem Schreiben

Wie ich eben schon bei den Wissenslogs geschrieben habe, bin ich ab nächster Woche schon wieder unterwegs. Der Anlass ist sehr erfreulich, bei unserem Experiment auf der ISS wird übernächste Woche ein kleiner Teil durchgeführt, der zu meiner Doktorarbeit gehört. Ich darf mit nach Russland fahren und dort im Kontrollzentrum dabeisein, wenn der Kosmonaut das Experiment durchführt. Wird alles sehr spannend. 🙂

Neben der Vorbereitung des Experiments und „Rumspielerei“ mit meinem neuen Mac schreibe ich im Moment auch an meinem nächsten Paper. Das macht einerseits Spaß, ich schreibe gerne und habe auch schöne Experimente zum Vorzeigen, denke ich. Andererseits finde ich es wirklich stressig, hier kommt es darauf an, alles richtig zu machen und keine dummen (oder sonstwelche ;)) Fehler einzubauen. Na ja, mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als alles so gut zu machen, wie es geht, und trotzdem das Schreiben und Berichten zu genießen.

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17. Juli 2008 Posted by | Dissertation, Physik, Raumflug, Wissenschaft | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

„ISS zum letzten Mal sichtbar“

Eben im Radio gehört: „Die Internationale Raumstation ist heute zum letzten Mal von Bayern aus sichtbar.“ Oh, wissen die Moderatoren da etwas, was ich nicht weiß? Wird die ISS abstürzen? Oder ihre Umlaufbahn so ändern, dass sie nie wieder über Süddeutschland fliegt??

Ich nehme an, jemand beim Radiosender hat die – sehr schöne – Seite Heavens Above gefunden. Dort kann man für seine Position angeben, wann welche Satelliten oder die Raumstation bei einem sichtbar sind.

Tatsächlich kommt dann dabei heraus, dass die ISS für die nächsten Tage nicht mehr bei uns sichtbar sein wird – aber dann ab dem 20.02. wieder in etwa ein Mal am Tag. Und was lernen wir daraus? Da hat jemand dem Moderator einen Ausdruck mit den nächsten Terminen gemacht, an der man die ISS sehen kann – und der endet dann eben irgendwann. Also ist die ISS zum letzten Mal sichtbar… *Kopfschüttel*

16. Februar 2008 Posted by | Raumflug | , , , | 2 Kommentare

Ein Platz auf Columbus gebucht

Das europäische Weltraumlabor ist bekanntlich vor kurzem endlich bei der Internationalen Raumstation angekommen und kann in Betrieb gehen.

Im Moment befinden sich fünf Telefonhäuschen-große Racks an Bord. Im Biolab werden Mikrooraganismen und kleine Pflanzen und Insekten untersucht, im European Physiology Modules der Effekt vom Weltraumflug auf den Menschen und im Fluid Science Laboratory Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit. Zusätzlich stehen noch das European Drawer Rack und der European Transport Carrier zur Verfügung, in das später noch andere Experimente eingebaut werden können, bzw. einfach als Lagerplatz.

Für die Zukunft sind aber auch noch andere Experimente geplant. EinsM. Kretschmer, MPE, das eventuell seinen Platz auf Columbus finden könnte, ist ein Experiment des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik: PK-4. Dabei handelt es sich um ein Plasma: ein Gas, das so energiereich ist, dass ein Teil seiner Atome ionisiert ist. So ähnlich wie bei einer Neonröhre. Das sieht man sehr schön beim Bild rechts: das zeigt die Röhre des PK-4 Experiments im Labor. Die Streifen (Striationen) sind eigentlich nicht gewollt, in dem Fall stammen sie von einem verunreinigten Gas.

In dieses Gas (das hoffentlich normalerweise schön rein ist 😉 )werden kleine Teilchen geworfen, die sich aufladen und dann miteinander wechselwirken. Wenn man sie mit einem Laser beleuchtet, kann man jedes einzelne der Teilchen mit einer Kamera beobachten und direkt deren Bewegung untersuchen.

Bild: M. Kretschmer, MPE

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15. Februar 2008 Posted by | Physik, Raumflug | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar