DissBlog

Gedanken einer Doktorandin

„Mathematik ist ganz anders.“

„Mathematik soll, das ist meine These, das Rückgrat stärken und nicht das Rückgrat brechen. Sie stärkt die Persönlichkeit.“

Dies sagt der Mathematiker Albrecht Beutelspacher in einem Interview, das auf Spiegel Online zu finden ist. Er argumentiert, dass die Schüler anders als in anderen Fächern wie z.B. Deutsch in Mathematik mit dem Lehrer auf einer Stufe seien, selbst feststellen können, ob ihre Rechnung richtig ist oder nicht. Im Fach Deutsch z.B. habe der Lehrer immer einen Wissensvorsprung, den die Schüler unmöglich aufholen können.

Allerdings ist Mathematik trotzdem eines der am meisten gehassten Fächer. Der Grund dafür ist laut diesem Zeit-Artikel der „öde Unterricht: Die Schüler trotten dem Lehrer auf seinem Lösungsweg hinterher.“

Einigen wenigen, die aus Begabung oder Interesse heraus gut in Mathematik sind, wird vielleicht das Rückgrat gestärkt, aber die meisten Schüler quälen sich durch die Stunden… Weiterlesen

27. Januar 2008 Posted by | Öffentlichkeit, Mathematik | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Jahr der Mathematik

Mit 2008 ist auch das Jahr der Mathematik angebrochen. Die Süddeutsche Zeitung honoriert dies in ihrer heutigen Ausgabe gleich damit, dass im Panorama diverse Zahlen des Jahres aufgezählt werden, nach dem Motto „1000.000.000 Computer werden im Jahr 2008 weltweit im Einsatz sein.“. Was das mit Mathematik gemein hat, außer dass in beiden Gebieten Zahlen vorkommen, ist mir nicht ganz klar… Nun ja.

Andererseits kommentiert der Wissenschaftsautor und Professor Fischer heute in seinem Blog das Jahr der Mathematik mit einem Artikel „keine Angst vor der Mathematik“. Er schreibt: „1 plus 3 ergibt zwar 3, aber bei der Gleichsetzung hat man auf der einen Seite einen Vorgang – das Zusammenzählen – und auf der anderen Seite ein festes Ding, die 3. In diesem Vorgehen (und ähnlichen Verfahren) steckt eine Menge an Widersprüchlichkeit, die uns aber keine Angst zu machen braucht, weil der Alltag genauso funktioniert.“ Selbst wenn man von dem offensichtlichen Fehler absieht, sind solche hochtheoretischen Abhandlungen wohl eher nicht geeignet, den Lesern die Angst vor der Mathematik zu nehmen. Was schon wieder eher für den Zugang der SZ sprechen würde…

Auf der offiziellen Webseite des Jahrs der Mathematik werden sogenannte „Mathemacher“ gesucht, die als Botschafter der Mathematik auftreten sollen. Es scheint mir, als sei das wirklich notwendig, wenn man die beiden oben genannten Beispiele anschaut.

Ich jedenfalls bin gespannt, was dieses Jahr noch alles an Mathematik auf uns zukommen wird – und hoffe, dass die Mathemacher einige ihrer spannenden Projekte gut rüberbringen können.

2. Januar 2008 Posted by | Öffentlichkeit, Mathematik, Wissenschaft | , , , | Hinterlasse einen Kommentar