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Gedanken einer Doktorandin

Die Klimaerwärmung in den Ozeanen versenken?

Dass Kohlendioxid in der Erdatmosphäre die Erde erwärmt, geben mittlerweile auch immer mehr und mehr Amerikaner zu. Nun wären Amerikaner wohl keine Amerikaner, wenn sie nicht versuchen würden, so ein Problem mit Hilfe von Technik zu lösen und dabei auch noch Profit zu machen.

Schon vor Jahren wurden Studien dazu durchgeführt, Kohlendioxid mithilfe von Algen im Meer zu binden. Die Idee ist die folgende: Man kippt Eisen in das Wasser, was zu einem vermehrten Wachstum von Phytoplankton – dem pflanzlichen Anteil des Planktons – und auch Bakterien führt. Beim Wachsen nehmen diese Organismen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf, sinken dann auf den Meeresgrund und lagern so das schädliche Treibstoffgas in den Meeren.

Die Pläne waren sogar schon so weit, dass vorgeschlagen wurde, dass Länder mithilfe dieser Technologie zusätzliche Emissionsrechte kaufen könnten.

Nun ist ein neuer Artikel erschienen, der warnende Töne anschlägt. Für eine Anrechnung auf die Emissionsrechte sei es noch deutlich zu früh, erst müsse die Wirksamkeit dieser Methode genau dokumentiert werden. Denn bisher ist noch gar nicht sicher, ob die Algen tatsächlich auf den Meeresgrund sinken und so aus dem Kreislauf entfernt werden, oder ob sie z.B. von Tieren im Meer gefressen werden und so über kurz oder lang wieder in die Atmosphäre gelanden.

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13. Januar 2008 Posted by | Biologie, Klima | , , | 1 Kommentar