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Gedanken einer Doktorandin

Feuer frei

Der amerikanische Spionagesatellit, der außer Kontrolle geraten ist, soll abgeschossen werden. Das hätte den Vorteil, dass der giftige Treibstoff sowie die meisten Trümmerteile beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen – und natürlich auch, dass die Technologie nicht in Hände geraten kann, die den Amerikanern nicht gefallen (und vermutlich uns Europäern genauso wenig).

Es gibt Spekulationen, dass der Abschuss heute nacht bei der Mondfinsternis geschehen soll. Das wäre insofern praktisch, weil man dann genauer per Teleskop verfolgen kann, was mit den Trümmern passiert, ohne dass der Mond blendet. Das Space Shuttle ist auch wieder zu Hause, also kann man wohl nur sagen: Feuer frei.

Hier noch ein Video, in dem Phil Plait vom Bad Astronomy Blog noch mehr über dieses Thema erzählt:

20. Februar 2008 Posted by | Raumflug | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Tiefer Sturz

Mir Re-EntryDie Amerikaner haben die Kontrolle über einen ihrer Spionagesatelliten verloren, er wird laut CNN vorraussichtlich Ende Feburar oder Anfang März auf die Erde treffen. Der Satellit, der vom amerikanischen National Reconnaissance Office betrieben wird, ähnelt laut Vermutungen des Weltraum-Experten von CNN dem Hubble Space Teleskop, nur dass er natürlich auf die Erde gerichtet ist, nicht in den Weltraum. Er habe die Größe eines Schulbusses, der Spiegel allein hat einen Durchmesser von etwa 3 Metern.

Anders als beim Absturz der russischen Raumstation MIR (siehe Bild) ist der Eintritt in der Erdatmosphäre dieses Mal nicht kontrollierbar, der Satellit könnte überall auf der Erde aufkommen.

Zum Glück besteht die Oberfläche unseres Planetes zu etwa 75 % aus Wasser, die Wahrscheinlichkeit, dass der Satellit ein bewohntes Gebiet trifft, ist sehr gering. Allerdings ist dieser Satellit in einer polaren Umlaufbahn, die die Zeit über Kontinenten maximiert (immerhin sollte der Satellit ja möglichst viel Zeit mit seiner Spionage verbringen können). Na ja, die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen das Ding auf den Kopf bekommen, ist immer noch fast vernachlässigbar.

Weniger schön ist auch, dass der Satellit noch Treibstoff geladen hat, Hydrazin, das krebserregend ist und zudem gerade für Wasserorganismen sehr giftig ist. Hoffen wir also, dass der Satellit in irgendeinen leere Wüste stürzt, wo er wenig Schaden anrichten kann.

Bild: Eintritt der Mir in der Erdatmosphäre; NASA

28. Januar 2008 Posted by | Politik, Raumflug | , , , | 1 Kommentar