DissBlog

Gedanken einer Doktorandin

Top 10 Methoden zur Zerstörung der Erde

Inspiriert vom letzten Post zur Zerstörung der Erde durch den LHC:

Hier findet man eine Liste der Top – 10 – Methoden zur Zerstörung der Erde. Das Mikro-Schwarze-Loch schafft es nur auf Platz 8.

Meine Favoriten ist Nr. 6 und Nr. 2: Zersört durch eine Vakuums-Energie-Detonation bzw. Gefressen von Von-Neumann-Maschinen.
Nr. 6 funktioniert  folgendermaßen: Das Vakuum besteht nicht wirklich aus Vakuum, sondern aus ständig entstehenden und sich wieder auslöschenden Teilchen-Antiteilchen-Paaren. Falls man es schafft, diese entstehenden Teilchen zur Energiegewinnung zu verwenden, hätte man eine riesige Energiequelle mit mehr als genug Energie, um die Erde zu zerstören. Dann muss man die Reaktion nur noch außer Kontrolle laufen lassen, und BUMM!

Für Nr. 2 wiederum braucht man eine einzige Von-Neumann-Maschine. Das sind liebreizende kleine Dinger, die nur eins können: Kopien von sich selbst bauen, wenn alle Materialien vorhanden sind. Also baut man eine solche Maschine, die aus denselben Materialien wie unsere Erde besteht, und lässt sie loslegen. Die erste Maschine baut eine Kopie von sich, die beiden dann je eine weitere, dann hat man vier, danach acht, usw. Irgendwann hat man keine Erde mehr, sondern nur noch unsere Maschinen. Mission accomplished.

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30. März 2008 Posted by | Humor | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Rettet die Erde vor dem Schwarzen Loch!

Es gibt immer wieder Menschen, die beunruhigt sind, weil der Teilchenbeschleuniger LHC, der momentan in der Schweiz und Frankreich am CERN gebaut wird, eventuell Miniatur-Schwarze Löcher produzieren könnte. Diese Schwarzen Löcher, obwohl anfangs extrem klein, würden mit der Zeit die gesamte Erde einsaugen und somit vernichten.

Jetzt berichtet die New York Times, dass das CERN (auf Hawaii!) verklagt wird, mit dem Ziel, die Wissenschaftler vorläufig zu stoppen und weitere Sicherheitsstudien durchzuführen. Ganz abgesehen davon, dass wohl niemand versteht, wieso das europäische CERN sich einem Gericht auf Hawaii beugen sollte:

Im Teilchenbeschleuniger passiert nichts anderes, als jeden Tag in der Atmosphäre der Erde, wenn kosmische Strahlung auf die Teilchen dort trifft. Sollten im CERN tatsächlich Schwarze Löcher entstehen, dann täten sie das genauso in der Erdatmosphäre. Und bisher ist die Erde noch nicht aufgefressen worden…

Allerdings haben die hypothetischen Schwarze Löcher in der Atmosphäre (was für eine Vorstellung!) eine viel höhere Geschwindigkeit als die im CERN, sie sind ja schließlich durch die schnelle Kosmische Strahlung entstanden. Sie fliegen also einfach durch die Erde und werden nie wieder gesehen.

Was also, wenn wir ein stillstehendes Schwarzes Loch in der Schweiz haben? Das würde doch sicherlich sofort hungrig anfangen, die Erde zu durchlöchern wie einen Schweizer Käse?

Nein, denn nach der momentan akzeptierten Theorie strahlt jedes Schwarzes Loch sozugenannte Hawking-Strahlung aus. Ein kleines Schwarzes Loch würde somit sofort wieder verdampfen. Aber hey, das ist doch nur eine Theorie? Was, wenn Hawking doch nicht Recht hat?

Sogar wenn man annimmt, dass das entstandene Schwarze Loch tatsächlich zum Erdmittelpunkt fällt und dort anfängt, andere Teilchen zu fressen, ist das noch immer keine Katastrophe, wie hier erklärt wird: Die Schwarzen Löcher wären so klein, dass sie etwa 100 Protonen im Jahr fressen. Jetzt kann man sich ausrechnen, was erst passiert, dass eine nennenswerte Masse unser Erde von diesem Loch gefressen oder die ganze Erde von der Sonne verschlungen wird, die ein Roter Riese wurde… Auf alle Fälle nichts, worum wir uns heute Sorgen machen müssten…

Und wie ein Wissenschaftler vom CERN im Interview mit der New York Times sagt: „Mit einer winzigen Wahrscheinlichkeit erzeugt der LHC auch Drachen, die uns auffressen könnten.“

30. März 2008 Posted by | Physik | , , , | 48 Kommentare