DissBlog

Gedanken einer Doktorandin

Nanofarben zur Werbung

Kohlweißling

Nicht nur die bunten Werbeplakate in Großstädten verwenden Werbung, um Aufmerksamkeit zu erregen. Diese Methode hat die Natur schon lange vor dem Menschen erfunden – wie so vieles andere auch.

Einige der schönsten Farben der Natur tragen die Schmetterlinge. Sie erregen damit die Aufmerksamkeit ihrer Artgenossen und erkennen andere Mitglieder ihrer Spezies.

Wie allerdings diese brillianten Farben entstehen, war lange unbekannt. Einen Schritt zum Verständnis hat ein Doktorand der Uni Groningen getan: Der Physiker hat die Pigmente in den Flügeln von Kohlweißlingen (siehe Foto) untersucht. Er fand heraus, dass die Schuppen auf den Flügeln aus zwei Lagen bestehen, von denen die untere völlig glatt ist. Die obere besteht aus mehreren nanometer-großen parallelen Erhöhungen, die das Licht streuen, das auf sie trifft. Außerdem gibt es noch Pigmente, die Licht absorbieren können. Zusammen ergibt beides die brillanten Schmetterlingsfarben.

Jetzt wird erwartet, dass mittels dieser Technologie auch neue Farben entwickelt werden können – jedenfalls neu für die Menschen, die Natur war uns wieder einmal voraus.

Bild: Kohlweißling von S. Sepp; Quelle: University of Groningen. „Pigmentation In Some Butterfly Wings Created By Nanostructures.“ ScienceDaily 17 January 2008.

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18. Januar 2008 Posted by | Biologie, Physik | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Schreibwerkstatt

Stifte - Credit: .janneok., under the GNU LicenceNach zwei spannenden Tagen im Labor habe ich gestern und heute einen Kurs über die Wirkung von Texten besucht. Sehr interessant, wie ich fand.

Der Kursleiter war an einer Studie beteiligt, bei der die Teilnehmer die Stellen einer Zeitung marktiert haben, bei denen sie einen Artikel nicht mehr weitergelesen haben. Somit konnte man sehr genau bestimmen, welche Kriterien zu Leseabbruch führen.

Dinge, die sich positiv darauf auswirken, ob ein Text überhaupt oder mehr als der erste Abschnitt eines Texts gelesen wird, sind Fotos, ein interessanter erster Abschnitt (soso 😉 ), viele mögliche Visualisierungen, gute Überschriften. Quotenkiller sind zum Beispiel schlechte Zitate, statische Texte und zu viele Nominalisierungen.

Mal sehen, ob ich etwas von dem Gelernten hier oder auch beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten für meine Dissertation umsetzen kann.

13. Januar 2008 Posted by | Öffentlichkeit, Dissertation | , , , | 1 Kommentar

Back to Work

Mit dem heutigen Montag ist die Weihnachtspause (und das war sie, ich habe das mitgenommene Buch nicht einmal angerührt) wieder vorbei. Erster Tag zurück im Institut, einiges an mittlerweile publizierten Artikeln überflogen, den Status meines eigenen Artikels überprüft (an die Referees geschickt, noch keine Antwort) und dann Anträge für Forschungsreisen und anderes geschrieben. Außerdem schon mit den Abstract für die Konferenz, auf die ich dieses Jahr will, angefangen… Business wie immer also.

7. Januar 2008 Posted by | Dissertation | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hallo Welt!

Willkommen beim Diss-Blog. Ich möchte hier über die Hochs und Tiefs des Lebens als Doktorandin an einem großen Forschungsinstitut im Süden Deutschlands berichten. Im Moment bin ich im zweiten Jahr meiner Doktorarbeit, habe im Sommer 2006 begonnen. Der Stand ist gut, ich habe gerade den zweiten Fachartikel zur Publikation eingereicht. Ich hoffe, die Gutachter wollen nicht zu viele Änderungen…

Gerade genieße ich aber einige freie Tage, noch eine knappe Woche, dann geht’s weiter. Habe mir zwei ein Buch zum Arbeiten mitgenommen, aber noch nicht reingeschaut.

1. Januar 2008 Posted by | Wissenschaft | , | Hinterlasse einen Kommentar